Die Schöne und das Biest


  • Bestellnummer: 62474
  • ISBN: 978-3-649-62474-5
  • Verlag: Coppenrath Verlag
  • Übersetzer: Häußler, Sonja
  • Seiten: 208
  • Format: 15,9 x 23,5 cm
  • Hardcover
  • Einband: mit Leinenstruktur und Folienprägung
  • Ausstattung: mit goldener Sonderfarbe auf allen Innenseiten und 9 interaktiven Elementen

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Es ist eines der romantischsten Märchen aller Zeiten: Seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1740 sind Generationen gefesselt von der zeitlosen Geschichte der Schönen, die sich in ein grimmiges Biest verliebt … Die preisgekrönten Designkünstler MinaLima aus London (u. a. verantwortlich für den grafisch-visuellen Stil der Harry-Potter-Kinofilme) laden den Leser dieses Jugendbuchs mit kunstvollen Illustrationen und 9 aufwendigen interaktiven Extras ein, die Geheimnisse im verwunschenen Schloss des Biests neu zu entdecken – mit Pop-up-Tor, Schieber, verspiegelten Klapp-Fenstern und vielem mehr.

 

 

 Wagen Sie einen Blick ins Buch:


19.03.2017

Schon beim ersten Anblick habe ich mich in die prunkvoll gestaltete Neuauflage des alten Märchens verliebt! Wunderschön designt von den Künstlern MinaLima, welche auch schon „Harry Potter: Der große Filmzauber“ gestaltet haben, erstrahlt das Cover in einem auf alt gemachten Glanz und birgt auch im Inneren zahlreiche tolle Extras zum Aufklappen, Drehen und Entfalten. Dieses Buch musste ich einfach haben! Bis zur Entdeckung dieses Schmuckstücks, wusste ich gar nicht, dass der gleichnamige Disneyfilm auf dieses alte Märchen beruht. Umso interessanter war beim Lesen zu sehen, welche Details bei der Adaption verändert wurden.

Anders wie im Disneyfilm, hat die Schöne im Märchen fünf Schwestern. Alle fünf sind auf die makellose Schönheit der jüngsten Schwester, auf ihre Güte, ihre Herzlichkeit und ihrer Eigenschaft, selbst in Armut glücklich zu sein, eifersüchtig. Die Eifersucht der Schwestern war an manchen Stellen etwas übertrieben, dient aber dazu hervorzuheben, wie „anders“ die Schöne im Gegensatz zu ihren Schwestern ist, weshalb man sie als Leser auch schnell ins Herz schließt.

"Sie war von vollkommener Schönheit und wegen ihres freundlichen Wesens unendlich liebenswert. Aus all ihren Worten und Taten sprach ein großzügiges, empfindsames Herz." (S. 17f.)

Der Vater ist seiner schönsten Tochter besonders zugetan und will ihr deswegen gerne den Wunsch nach einer Rose erfüllen, wofür er von dem Biest bestraft wird. Hier habe ich mich ein bisschen darüber gewundert, wie wenig Widerstand der Vater im Märchen leistet, als das Biest seine Tochter fordert. Im Disneyfilm wird der Vater schon aufgrund seines Eindringens ins Schloss in den Kerker geworfen und wehrt sich massiv. Sowohl im Märchen, als auch bei der Verfilmung ist es aber die mutige Schöne, die den Platz des Vaters freiwillig einnimmt. Ein großer Unterschied zwischen Märchen und Disneyfilm besteht darin, dass die Schöne im Märchen die Gesellschaft des Biests eigentlich von Anfang an genießt und gar nicht versucht zu fliehen. Im Film muss Belle sogar einmal vom Biest vor hungrigen Wölfen gerettet werden und erst danach verbessert sich ihr Verhältnis.

„Ich wusste nicht, wie sehr ich dich liebe, bis die Sorge um dich mir bewies, dass stärkere Bande als Dankbarkeit mich mit dir verbinden." (S. 105f)

Das verwunschene Schloss im Märchen hat mir besonders gut gefallen. Hier gibt es einen Saal, in dem die Schöne durch verschiedene Fenster die ganze Welt beobachten kann. Im Buch ist das toll durch aufklappbare Fenster mit Spiegelelementen dargestellt (und das ist nur eins von vielen wunderbaren Extras, die die Geschichte ergänzen). Der Schönen kann im Schloss gar nicht langweilig werden, weil sie so viel zu entdecken hat. Ich fand es absolut schön, mich in die Lage der Schönen hineinzuversezten und gedanklich durch die prachtvollen Hallen des Schlosses zu streifen. Komischerweise hatte ich dabei selten die Bilder des Disneyfilms vor Augen.

"Und sie machte sich auf, die zahlreichen Säle des Palastes zu erkunden. Der Anblick, der sich ihr bot, verzauberte sie – nie hatte sie etwas Wundervolleres gesehen." (S. 58)

Im Märchen wird das Böse durch eine Fee verkörpert, die dem Prinzen die Gestalt eines Biests gegeben hat. Ganz anders ist dabei aber, dass die gesamte Geschichte des Biests bis zu seiner Verwandlung und die verworrene Geschichte der Fee am Ende der Geschichte nachgereicht wird. Erst in den letzten beiden Kapiteln des Märchens zeigt sich, dass jede Begegnung von der Schönen und dem Biest in einem großen vorhergesagten Zusammenhang stand. Das hat mich ein bisschen irritiert und teilweise war ich mir zwischendurch nicht sicher, ob ich alle Verbindungen verstanden hatte. Im Disneyfilm hingegen ist Gaston der böse Gegenspieler, der dem Biest nach dem Leben trachtet. Um ihn wird keine komplizierte Hintergrundgeschichte gesponnen, denn er dient nur dem Zweck eine Dreiecksbeziehung zwischen Belle, dem Biest und ihm entstehen zu lassen, was ich aber auch ziemlich spannend fand.

Am Schreibstil der Autorin erkennt man sehr gut das Alter des Märchens. Gestelzte und sehr gewählte Ausdrucksformen machen jeden Satz zu einem Gedicht für alle, die die Kunst der Sprache lieben. Ich kann das Buch also nicht nur wegen der grandiosen Gestaltung und der zeitlosen romantischen Geschichte empfehlen, sondern auch wegen der altertümlichen und wunderschönen Ausdrucksweise.

Fazit

Es ist eines der romantischsten Märchen aller Zeiten: Seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1740 sind Generationen gefesselt von der zeitlosen Geschichte der Schönen, die sich in ein grimmiges Biest verliebt … Die preisgekrönten Designkünstler MinaLima aus London (u. a. verantwortlich für den grafisch-visuellen Stil der Harry-Potter-Kinofilme) laden den Leser dieses Jugendbuchs mit kunstvollen Illustrationen und 9 aufwendigen interaktiven Extras ein, die Geheimnisse im verwunschenen Schloss des Biests neu zu entdecken – mit Pop-up-Tor, Schieber, verspiegelten Klapp-Fenstern und vielem mehr.

 

 

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19.03.2017

Schon beim ersten Anblick habe ich mich in die prunkvoll gestaltete Neuauflage des alten Märchens verliebt! Wunderschön designt von den Künstlern MinaLima, welche auch schon „Harry Potter: Der große Filmzauber“ gestaltet haben, erstrahlt das Cover in einem auf alt gemachten Glanz und birgt auch im Inneren zahlreiche tolle Extras zum Aufklappen, Drehen und Entfalten. Dieses Buch musste ich einfach haben! Bis zur Entdeckung dieses Schmuckstücks, wusste ich gar nicht, dass der gleichnamige Disneyfilm auf dieses alte Märchen beruht. Umso interessanter war beim Lesen zu sehen, welche Details bei der Adaption verändert wurden.

Anders wie im Disneyfilm, hat die Schöne im Märchen fünf Schwestern. Alle fünf sind auf die makellose Schönheit der jüngsten Schwester, auf ihre Güte, ihre Herzlichkeit und ihrer Eigenschaft, selbst in Armut glücklich zu sein, eifersüchtig. Die Eifersucht der Schwestern war an manchen Stellen etwas übertrieben, dient aber dazu hervorzuheben, wie „anders“ die Schöne im Gegensatz zu ihren Schwestern ist, weshalb man sie als Leser auch schnell ins Herz schließt.

"Sie war von vollkommener Schönheit und wegen ihres freundlichen Wesens unendlich liebenswert. Aus all ihren Worten und Taten sprach ein großzügiges, empfindsames Herz." (S. 17f.)

Der Vater ist seiner schönsten Tochter besonders zugetan und will ihr deswegen gerne den Wunsch nach einer Rose erfüllen, wofür er von dem Biest bestraft wird. Hier habe ich mich ein bisschen darüber gewundert, wie wenig Widerstand der Vater im Märchen leistet, als das Biest seine Tochter fordert. Im Disneyfilm wird der Vater schon aufgrund seines Eindringens ins Schloss in den Kerker geworfen und wehrt sich massiv. Sowohl im Märchen, als auch bei der Verfilmung ist es aber die mutige Schöne, die den Platz des Vaters freiwillig einnimmt. Ein großer Unterschied zwischen Märchen und Disneyfilm besteht darin, dass die Schöne im Märchen die Gesellschaft des Biests eigentlich von Anfang an genießt und gar nicht versucht zu fliehen. Im Film muss Belle sogar einmal vom Biest vor hungrigen Wölfen gerettet werden und erst danach verbessert sich ihr Verhältnis.

„Ich wusste nicht, wie sehr ich dich liebe, bis die Sorge um dich mir bewies, dass stärkere Bande als Dankbarkeit mich mit dir verbinden." (S. 105f)

Das verwunschene Schloss im Märchen hat mir besonders gut gefallen. Hier gibt es einen Saal, in dem die Schöne durch verschiedene Fenster die ganze Welt beobachten kann. Im Buch ist das toll durch aufklappbare Fenster mit Spiegelelementen dargestellt (und das ist nur eins von vielen wunderbaren Extras, die die Geschichte ergänzen). Der Schönen kann im Schloss gar nicht langweilig werden, weil sie so viel zu entdecken hat. Ich fand es absolut schön, mich in die Lage der Schönen hineinzuversezten und gedanklich durch die prachtvollen Hallen des Schlosses zu streifen. Komischerweise hatte ich dabei selten die Bilder des Disneyfilms vor Augen.

"Und sie machte sich auf, die zahlreichen Säle des Palastes zu erkunden. Der Anblick, der sich ihr bot, verzauberte sie – nie hatte sie etwas Wundervolleres gesehen." (S. 58)

Im Märchen wird das Böse durch eine Fee verkörpert, die dem Prinzen die Gestalt eines Biests gegeben hat. Ganz anders ist dabei aber, dass die gesamte Geschichte des Biests bis zu seiner Verwandlung und die verworrene Geschichte der Fee am Ende der Geschichte nachgereicht wird. Erst in den letzten beiden Kapiteln des Märchens zeigt sich, dass jede Begegnung von der Schönen und dem Biest in einem großen vorhergesagten Zusammenhang stand. Das hat mich ein bisschen irritiert und teilweise war ich mir zwischendurch nicht sicher, ob ich alle Verbindungen verstanden hatte. Im Disneyfilm hingegen ist Gaston der böse Gegenspieler, der dem Biest nach dem Leben trachtet. Um ihn wird keine komplizierte Hintergrundgeschichte gesponnen, denn er dient nur dem Zweck eine Dreiecksbeziehung zwischen Belle, dem Biest und ihm entstehen zu lassen, was ich aber auch ziemlich spannend fand.

Am Schreibstil der Autorin erkennt man sehr gut das Alter des Märchens. Gestelzte und sehr gewählte Ausdrucksformen machen jeden Satz zu einem Gedicht für alle, die die Kunst der Sprache lieben. Ich kann das Buch also nicht nur wegen der grandiosen Gestaltung und der zeitlosen romantischen Geschichte empfehlen, sondern auch wegen der altertümlichen und wunderschönen Ausdrucksweise.

Fazit