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Die Kinder vom Birnbaumhaus


  • Bestellnummer: 66890
  • ISBN: 978-3-649-66890-9
  • Verlag: Coppenrath Verlag
  • ab 9 Jahre
  • Seiten: 184
  • Format: 14,2 x 21 cm
  • Hardcover
  • Einband: mit Halbpappband

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Wenn du Mieke bist und bald zehn wirst, hast du es eigentlich ziemlich gut: Du hast einen tollen wilden Garten und eine coole Schwester, du hast Anni, Karel und den alten Gustav, der richtige Boote bauen kann, und natürlich den stillen großen Tuve. Bloß ist das ja wohl keine richtige Bande. Mit Kindern in deinem Alter. Falls nun eines wunder-, wunderbaren Tages eine Familie mit zehnjährigen Zwillingen in das weiße Haus nebenan einzieht – dann macht dein Herz einen ziemlich glücklichen kleinen Sprung. Wenn du Mieke bist. Und du rennst sofort rüber und fragst, ob du mitspielen darfst. Aber dann merkst du, wie blöd und gemein das Leben ist. Nein, sagen die Jungen nämlich einfach. Darfst du nicht. Und wenn du schließlich erfährst, was sie mit dem schönen, frisch lackierten Boot vom alten Gustav vorhaben … dann steckst du mitten in einem Bandenkrieg, ob du willst oder nicht. Notfalls sogar ganz ohne Bande! Hinreißend erzähltes Kinderbuch zum Vor- und Selberlesen.

Der Titel Wir Kinder vom Birnbaumhau von Anna Herzog wird von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Umwelt-Buchtipp Juni 2016 empfohlen.


FSC


20.05.2016

Meine Meinung zum Buch:

Schon nach den ersten paar Seiten hatte ich mich in die detaillierten Beschreibungen der Umgebung, der Sinneseindrücke und den Erzählstil im Allgemeinen verliebt. Man kann sich Miekes Umgebung und Gefühlswelt wunderbar vorstellen, es fühlt sich an als wäre man wirklich da. Zusammen mit meiner Tocher habe ich schon sehr viele Kinderbücher gelesen. Für mich ragt der Erzählstil ganz deutlich heraus, wenngleich er auch etwas anspruchsvoller auf mich wirkt. Meine Tochter (7 Jahre) hatte aber offensichtlich keine Probleme die Geschichte zu verstehen, sie hat jedes Wort, dass ich vorgelesen habe geradezu aufgesaugt.

Im Buch werden durchaus auch ernste Themen betrachtet und dabei schafft es die Autorin immer, den Blickwinkel eines Kindes darauf zu bewahren. Das hat sich für mich sehr authentisch angefühlt.
Neue Freunde zu finden kann ganz schön Arbeit sein. Nicht immer ist man sich von Beginn an sympathisch. Oft hat man auch einen ersten falschen Eindruck von jemandem und man muss erst hinter die Fassade schauen.
Auch die Überforderung von Kindern durch die Erwartungen ihrer Eltern und die Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder wird thematisiert. Um ehrlich zu sein hatte ich so ernste Töne gar nicht erwartet. Die Umsetzung ist allerdings wirklich gut und aus meiner Sicht auch für Kinder gut verständlich.

Mieke ist ein liebenswertes und abenteuerlustiges Mädchen. Sie hat Mitgefühl für andere und möchte, dass es stets fair zugeht, trotzdem ist sie sich für einen guten Streich nicht zu schade. Auch die anderen Charaktere sind auf ihre Art liebenswert, aber vor allem authentisch.

Am Ende des Buches steht eine dramatische Rettungsaktion, die die Geschichte zufriedenstellend abrundet.

Fazit:
Eine wunderbar aufregende und abenteuerliche Geschichte, die auch ernste Themen für Kinder verständlich verpackt und deren Gefühle und Verhalten authentisch rüber bringt. Der Erzählstil der Autorin, geprägt durch Beschreibungen von Umgebung und Sinneseindrücken, ragt meiner Ansicht nach besonders heraus und macht diese Geschichte so besonders.


14.02.2016

Sprachlich ein tolles Kinderbuch.

Inhalt:
Mieke ist ein (fast) zehnjähriges Mädchen.
Eines Tages zieht eine Familie in das Nachbarhaus ein, mit den beiden Jungen Ben und Leon.
Die Geschichte erzählt diverse Abenteuer, die die Kinder erleben:
Ein junges Kälbchen wird besucht; und Ben zähmt einen Hund, vor dem alle Angst haben.

Meine Meinung:
Sprachlich finde ich dieses Kinderbuch ganz außerordentlich!
Die Autorin hat ein sagenhaft gutes Gespür für Beschreibungen; dabei setzt sie Dinge oder Situationen in ganz neue Zusammenhänge oder kreiert neue Wortschöpfungen – dies führte so einige Male zu schmunzelwürdigen Leseerlebnissen.
Sehr gut fand ich auch den positiven Grundton der Geschichte; u.a. die freundschaftliche Beziehung zwischen Mieke und ihrer großen Schwester kommt ohne Gezicke aus.

Beispiele:
Die Autorin spricht das lesende Kind direkt an:
„Mieke tritt ihren Heimweg an. Wenn du möchtest, kannst du sie ein wenig beobachten, wie sie die Landstraße entlanggummistiefelt ...“ (S. 7)
„Und über den Rand des Gartenwegs biegen sich die Tulpen. Moment – biegen sich die Tulpen? Mieke bückt sich, als sie daran vorbeiläuft. In jeder Tulpe sitzt eine Elfe. Ja, eine Playmobil-Elfe natürlich, was hast du denn gedacht?“ (S. 10)

Über einen von Miekes Geburtstagswunsch:
„Und seither fehlt Mieke und dem Birnbaum ganz schrecklich ein Baumhaus.“ (S. 13)

Als ihre Mutter heimlich Miekes Geburtstag vorzubereiten versucht:
„Schon schiebt sich eine runde Knopfnase mit genau fünf Sommersprossen darauf um die Ecke. „Was könnt ihr natürlich?“, fragt jemand, der schon viel zu lange neun Jahre alt ist.“ (S. 15)

„Denn diese Nacht ist schwarz wie Samt. Mieke schaut zum Himmel: Der Mond hat wohl heute hitzefrei oder Lehrer-Ausflug oder so etwas.“ (S. 132)

Der Alterseinschätzung, dass dieses Buch für ca. 9 bis 11 Jährige geeignet wäre, würde ich voll und ganz zustimmen.

Fazit: Das Buch bietet:
- eine tolle Geschichte von und für Kinder;
- tolle Leseerlebnisse;
- Wortschatzerweiterungen und Sprachgespür.

Wenn du Mieke bist und bald zehn wirst, hast du es eigentlich ziemlich gut: Du hast einen tollen wilden Garten und eine coole Schwester, du hast Anni, Karel und den alten Gustav, der richtige Boote bauen kann, und natürlich den stillen großen Tuve. Bloß ist das ja wohl keine richtige Bande. Mit Kindern in deinem Alter. Falls nun eines wunder-, wunderbaren Tages eine Familie mit zehnjährigen Zwillingen in das weiße Haus nebenan einzieht – dann macht dein Herz einen ziemlich glücklichen kleinen Sprung. Wenn du Mieke bist. Und du rennst sofort rüber und fragst, ob du mitspielen darfst. Aber dann merkst du, wie blöd und gemein das Leben ist. Nein, sagen die Jungen nämlich einfach. Darfst du nicht. Und wenn du schließlich erfährst, was sie mit dem schönen, frisch lackierten Boot vom alten Gustav vorhaben … dann steckst du mitten in einem Bandenkrieg, ob du willst oder nicht. Notfalls sogar ganz ohne Bande! Hinreißend erzähltes Kinderbuch zum Vor- und Selberlesen.

Der Titel Wir Kinder vom Birnbaumhau von Anna Herzog wird von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Umwelt-Buchtipp Juni 2016 empfohlen.


FSC


20.05.2016

Meine Meinung zum Buch:

Schon nach den ersten paar Seiten hatte ich mich in die detaillierten Beschreibungen der Umgebung, der Sinneseindrücke und den Erzählstil im Allgemeinen verliebt. Man kann sich Miekes Umgebung und Gefühlswelt wunderbar vorstellen, es fühlt sich an als wäre man wirklich da. Zusammen mit meiner Tocher habe ich schon sehr viele Kinderbücher gelesen. Für mich ragt der Erzählstil ganz deutlich heraus, wenngleich er auch etwas anspruchsvoller auf mich wirkt. Meine Tochter (7 Jahre) hatte aber offensichtlich keine Probleme die Geschichte zu verstehen, sie hat jedes Wort, dass ich vorgelesen habe geradezu aufgesaugt.

Im Buch werden durchaus auch ernste Themen betrachtet und dabei schafft es die Autorin immer, den Blickwinkel eines Kindes darauf zu bewahren. Das hat sich für mich sehr authentisch angefühlt.
Neue Freunde zu finden kann ganz schön Arbeit sein. Nicht immer ist man sich von Beginn an sympathisch. Oft hat man auch einen ersten falschen Eindruck von jemandem und man muss erst hinter die Fassade schauen.
Auch die Überforderung von Kindern durch die Erwartungen ihrer Eltern und die Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder wird thematisiert. Um ehrlich zu sein hatte ich so ernste Töne gar nicht erwartet. Die Umsetzung ist allerdings wirklich gut und aus meiner Sicht auch für Kinder gut verständlich.

Mieke ist ein liebenswertes und abenteuerlustiges Mädchen. Sie hat Mitgefühl für andere und möchte, dass es stets fair zugeht, trotzdem ist sie sich für einen guten Streich nicht zu schade. Auch die anderen Charaktere sind auf ihre Art liebenswert, aber vor allem authentisch.

Am Ende des Buches steht eine dramatische Rettungsaktion, die die Geschichte zufriedenstellend abrundet.

Fazit:
Eine wunderbar aufregende und abenteuerliche Geschichte, die auch ernste Themen für Kinder verständlich verpackt und deren Gefühle und Verhalten authentisch rüber bringt. Der Erzählstil der Autorin, geprägt durch Beschreibungen von Umgebung und Sinneseindrücken, ragt meiner Ansicht nach besonders heraus und macht diese Geschichte so besonders.


14.02.2016

Sprachlich ein tolles Kinderbuch.

Inhalt:
Mieke ist ein (fast) zehnjähriges Mädchen.
Eines Tages zieht eine Familie in das Nachbarhaus ein, mit den beiden Jungen Ben und Leon.
Die Geschichte erzählt diverse Abenteuer, die die Kinder erleben:
Ein junges Kälbchen wird besucht; und Ben zähmt einen Hund, vor dem alle Angst haben.

Meine Meinung:
Sprachlich finde ich dieses Kinderbuch ganz außerordentlich!
Die Autorin hat ein sagenhaft gutes Gespür für Beschreibungen; dabei setzt sie Dinge oder Situationen in ganz neue Zusammenhänge oder kreiert neue Wortschöpfungen – dies führte so einige Male zu schmunzelwürdigen Leseerlebnissen.
Sehr gut fand ich auch den positiven Grundton der Geschichte; u.a. die freundschaftliche Beziehung zwischen Mieke und ihrer großen Schwester kommt ohne Gezicke aus.

Beispiele:
Die Autorin spricht das lesende Kind direkt an:
„Mieke tritt ihren Heimweg an. Wenn du möchtest, kannst du sie ein wenig beobachten, wie sie die Landstraße entlanggummistiefelt ...“ (S. 7)
„Und über den Rand des Gartenwegs biegen sich die Tulpen. Moment – biegen sich die Tulpen? Mieke bückt sich, als sie daran vorbeiläuft. In jeder Tulpe sitzt eine Elfe. Ja, eine Playmobil-Elfe natürlich, was hast du denn gedacht?“ (S. 10)

Über einen von Miekes Geburtstagswunsch:
„Und seither fehlt Mieke und dem Birnbaum ganz schrecklich ein Baumhaus.“ (S. 13)

Als ihre Mutter heimlich Miekes Geburtstag vorzubereiten versucht:
„Schon schiebt sich eine runde Knopfnase mit genau fünf Sommersprossen darauf um die Ecke. „Was könnt ihr natürlich?“, fragt jemand, der schon viel zu lange neun Jahre alt ist.“ (S. 15)

„Denn diese Nacht ist schwarz wie Samt. Mieke schaut zum Himmel: Der Mond hat wohl heute hitzefrei oder Lehrer-Ausflug oder so etwas.“ (S. 132)

Der Alterseinschätzung, dass dieses Buch für ca. 9 bis 11 Jährige geeignet wäre, würde ich voll und ganz zustimmen.

Fazit: Das Buch bietet:
- eine tolle Geschichte von und für Kinder;
- tolle Leseerlebnisse;
- Wortschatzerweiterungen und Sprachgespür.