Sommerbeeren-Delice
Die Zubereitung dieser Törtchen dauert etwas länger, lohnt sich aber. Und da sie sich gut im Voraus zubereiten lassen, sind sie das perfekte Dessert für Gäste. Kuchen und Mousse werden in sechs Dessertringen mit 7,5 cm Ø geschichtet. Alternativ können Streifen aus Tortenrandfolie zurechtgeschnitten und zu Ringen zusammengefügt werden.
Das Erdbeerpflücken im Garten von Donwell Abbey ist eine der einprägsamsten Szenen aus Emma. Während sich Mr. Knightleys Gäste an den Erdbeerbeeten zu schaffen machen, lässt uns Austen der Unterhaltung zwischen ihnen lauschen, welche von der selbstgefälligen Pfarrersfrau Mrs. Elton geführt zu werden scheint, die sich selbst zur Gastgeberin der Feier erhoben hat. Es ist eine Art Zusammenfassung der idées reçues (unkritisch angenommene Vorurteile) zu Erdbeeren im England der Regency-Epoche.
Die besten Früchte Englands – alle lieben sie – und sie sind stets bekömmlich. Hier die schönsten Beeren und besten Sorten. – Wunderbar, sie selbst pflücken zu dürfen – nur so kann man sie wirklich genießen. – Der Morgen ist entschieden die beste Zeit – man wird ihrer nie müde – jede Sorte köstlich – Hautboy deutlich überlegen – kein Vergleich – die anderen kaum genießbar – Hautboys äußerst selten – Chili präferiert – White Wood schmecken am allerbesten ...
White Wood und Hautboy waren zwei heimische Arten (Wald- bzw. Moschuserdbeere), bei der Chili handelte es sich, wie der Name andeutet, um eine neue Erdbeerenart aus Südamerika.
Mrs. Elton gibt zwar an, des Erdbeerpflückens niemals müde zu werden, macht in der Hitze aber relativ schnell schlapp und setzt sich in den Schatten. Vielleicht hätte eine dieser federleichten Köstlichkeiten sie erfrischt und ihr Trost gespendet.
Für 6 Portionen
Zutaten
| Menge | Einheit | Zutat |
|---|---|---|
| 18 | Eier | |
| 420 | g | Zucker |
| 450 | g | Mehl (Type 405), gesiebt |
| FÜR DIE MOUSSE | ||
| 12 | TL | Gelatinepulver |
| 12 | Eiweiß | |
| 420 | g | Zucker |
| 900 | g | Sahne |
| 750 | g | TK-Beerenmischung, aufgetaut und püriert |
| ZUM GARNIEREN | ||
| frische, ganze Rote Johannisbeeren | ||
| Himbeeren | ||
| einige halbierte Erdbeeren | ||
| einige Minzblättchen | ||
| Puderzucker zum Bestäuben |
Zubereitung
Eine 35 x 25 cm große Kuchenform mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180 °C vorheizen. Eier und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Hebt man die Rührbesen aus der Masse, sollte sie gleichmäßig dickflüssig herunterlaufen. Das Mehl vorsichtig unterheben. Den Teig in die vorbereitete Kuchenform gießen.
Im Ofen 12–15 Minuten backen, bis der Biskuit goldbraun ist und die Oberfläche bei sanftem Druck zurückfedert. In der Form abkühlen lassen.
Mit den Dessertringen zwölf Kreise ausstechen. Sechs Kreise in den Ringen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Den übrigen Biskuit beiseitelegen. Falls selbst gemachte Ringe aus Tortenrandfolie verwendet werden, mit einem runden Ausstecher mit 7,5 cm Ø zwölf Kreise aus dem Biskuit ausstechen. Sechs 28 x 7,5 cm große Streifen Tortenrandfolie zurechtschneiden und jeweils um einen Kreis legen, sodass ein Ring entsteht. Mit Klebeband fixieren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die übrigen Kreise beiseitelegen.
Die Gelatine in eine Schüssel mit 2 EL kaltem Wasser streuen und 5 Minuten einweichen. Die Schüssel dann auf einen Topf mit siedendem Wasser setzen und erhitzen, bis die Gelatine aufgelöst und eine klare Flüssigkeit entstanden ist. Die Eiweiße in einer zweiten Schüssel steif schlagen. Den Zucker allmählich unterrühren, bis eine dicke, glänzende Masse entstanden ist. Die Sahne in einer weiteren Schüssel aufschlagen. Die flüssige Gelatine unter Rühren in die Sahne träufeln. Das Beerenpüree und den Eischnee unterheben.
Die Masse auf die Dessertringe verteilen und die übrigen Biskuitkreise daraufsetzen. Im Kühlschrank 4–5 Stunden ruhen lassen, bis die Masse geliert ist. Die Moussetörtchen vorsichtig aus den Ringen lösen. Zum Servieren mit frischen Beeren und Minzblättchen garnieren und mit Puderzucker bestäuben.
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